Der Metallstandfuß wird geschweißt
Die zweite Gruppe wird von Elli instruiert

In dieser Woche wurde die zweite SoWaDi Anlage von einer weiteren Gruppe Schüler und einem anderen Lehrer aufgebaut. Wir konnten unsere Erfahrung vom ersten Bau direkt einfließen lassen und die Schüler konnten die bereits gebaute Anlage anschauen. Dadurch lief der Aufbau deutlich flüssiger und da die Selbstbau-Werkzeuge zum Rohr- und Blechbiegen bereits vorhanden waren, konnten wir bereits nach drei Tagen den Bau abschließen. Statt dem eigentlich in der Bauanleitung enthaltenen Holzstandfuß wurde auf Vorschlag unseres Projektpartners hin zusammen mit den Schülern ein Standfuß aus Metall entworfen und gebaut. Dieser soll haltbarer sein und ist vom Material her hier in Tansania nur unwesentlich teurer als die Holzvariante. Zudem sind die Schüler in der Verarbeitung von Metall geübter.

Elli führt Wassertests an der ersten Anlage durch

Parallel dazu wurden Funktions- und Wassertests mit der ersten Anlage durchgeführt. So wurde täglich die Menge an behandeltem Wasser in Abhängigkeit zur Sonneneinstrahlung aufgezeichnet und das Input- und Outputwasser auf coliforme Bakterien untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die erste SoWaDi Anlage auch stark mikrobiell belastetes Wasser solarthermisch behandeln kann und dass im behandelten Wasser keine coliformen Bakterien mehr nachweisbar sind.

Nach diesen erfolgreichen Tests konnten die beiden Anlagen am Freitag feierlich eingeweiht werden. Dort bedankten wir uns bei den Schülern, die den Aufbau durchgeführt haben, mit einem von uns signierten Fußball. Gruppenfotos wurden geschossen und jeder bekam einen Ingenieure ohne Grenzen-Anstecker.

Nach der Einweihung nahm Elli den Bus in Richtung Arusha um ihren Heimweg anzutreten. In den nächsten Tagen werden Ludwig und Tim sich noch mit einigen NGOs treffen, weitere Tests durchführen sowie den Schülern und Lehrern in einem Workshop die Funktionalität und Besonderheiten der Anlage näher bringen.