Wasser fließt aus dem Steigrohr während eines Versuchs
Wasser fließt aus dem Steigrohr während eines Versuchs.
Zugang zu sicheren Wasser ist ein Menschenrecht, aber nach wie vor oftmals nicht gewährleistet. Vor allem in ländlichen Regionen der Entwicklungsländer, sind meist die einzig verfügbaren Trinkwasserquellen morbide Brunnen oder weit entfernte Wasserlöcher. Häufig sind diese Gewässer zudem mit gesundheitsgefährdenden Krankheitserregern belastet. Die Menschen erkranken immer wieder aufgrund des verunreinigten Wassers. Damit verbunden sind geschätzte 1.5 Millionen Todesfälle im Jahr. Das Wasser aufzubereiten ist eine Maßnahme die dazu beitragen kann eine sichere Wasserversorgung zu ermöglichen.Es existiert eine Vielzahl an Möglichkeiten Wasser zu entkeimen. Die Wahl der geeignete Methode hängt von den Randbedingungen wie zum Beispiel vorhandenen Ressourcen, Bedarf und Nutzergruppe ab. Eine der am weitesten verbreiteten Methoden ist die Desinfektion durch abkochen des Wassers. Beim Abkochen werden weder Geschmack noch Geruch des Wasser beeinträchtigt und die meisten Krankheitserreger sicher deaktiviert. Aufgrund dessen wendet etwa die Hälfte der Weltbevölkerung unter anderem dieses Verfahren an um Wasser zu desinfizieren. Der Nachteil dieser Methode ist der hohe Energiebedarf. Die Verbrennung von Holz und Kohlenwasserstoffen trägt nicht nur zur globalen Erwärmung bei, sonder auch zur Entwaldung, Erosion und verursacht direkte Gesundheitsschäden durch das Einatmen von Rauch.

Aus diesen Gründen haben wir uns in der Regionalgruppe Darmstadt von Ingenieure ohne Grenzen dazu entschlossen, eine solare Wasserdesinfektionsanlage zu entwickeln, die Wasser durch Nutzung der Sonnenenergie abkocht. Ziel ist dabei dass die verwendeten Teile und Fertigungstechniken möglichst verbreitet sind, um einen Selbstbau der Anlage durch die Nutzergruppe zu ermöglichen.