Thermische Untersuchungen

Das Steigrohr wird angebrachtDer Protoyp ist fertig aufgebaut
Im Sommer 2013 haben wir unseren ersten Prototypen auf dem Dach des Center of Smart Interfaces der TU Darmstadt aufgestellt und mit Messtechnik ausgestattet.

Der Prototyp wurde mit einem geschlossenen Wasserkreislauf betrieben, bei dem das ausgestoßene Wasser gesammelt und über ein Elektroventil regelmäßig wieder dem Einlaufbehälter zugeführt wurde. Mittels eines Drucksensors wurde dabei der Wasserdurchfluss gemessen.

An dem Prototypen zeichneten wir außerdem die solare Einstrahlung auf, sowie Temperaturen an verschiedenen Stellen im Wasserkreislauf und auf dem Absorberblech. Über die folgenden Wochen und Monate haben wir damit die Berechnungen validieren und die Konstruktion verbessern können. Die Messwerte sind teilweise in der wissenschaftlichen Publikation (unter Dokumente) aufgeführt. Der Fokus bei dem Betrieb des Prototypen lag auch auf potenziellen Schwachstellen in der Anlage und Erkenntnisse hinsichtlich Alterung der Materialien und notwendige Wartungsmaßnahmen.

Im darauffolgenden Sommer haben wir mit dem Prototypen alternative Konstruktionen und Materialien getestet. Dadurch konnten wir weitere Alternativen für den Absorberaufbau und die Abdeckung testen sowie die Erfahrungen aus dem Prototypenbau hinsichtlich der eingesetzten Fertigungsverfahren auswerten.

Mikrobiologische Untersuchungen

Dritter PrototypWassertests
Noch in demselben Sommer 2014 haben wir alle Verbesserungen in eine neue Konstruktion einfließen lassen und diese als erste finale Version in einem weiteren Prototypen realisiert. Mit dieser Konstruktion wurden nun mit Unterstützung des Instituts IWAR der TU Darmstadt und der Entega im Spätsommer Untersuchungen zur Mikrobiologie durchgeführt.

Mit dem Ziel die Leistungsfähigkeit der Anlage zu untersuchen wurde ein Versuchsplan erstellt. Mithilfe einer zeigeschalteten Pumpe und Ventilen wurde die Anlage automatisiert betrieben. Wir wählten Verdünnungsreihen bis hin zu sehr stark verschmutztes Wasser als Input für die Anlage, um sicher eine wesentlich stärkere Verschmutzung zu testen als in der normalen Benutzung vorgesehen ist. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten wurden nun verschiedene Parameter – u.a. behandelte Wassermenge, Konzentration der Pathogene, Trübung und pH-Wert – meist mehrmals täglich aufgenommen.

Die Ergebnisse der Untersuchungen sind in einer Bachelor-Arbeit aufgeführt und finden sich zusammengefasst in Technische Daten unter Abschnitt 6.2 und 6.3.

Für die Möglichkeit dort unsere Tests durchzuführen möchten wir uns herzlich beim Dezernat 5 der TU Darmstadt sowie bei den unterstützenden Instituten TTD, SurfaceScience und IWAR bedanken.