So kann die Anlage aussehen, wenn sie aufgebaut ist! Mit Allem drum und dran ist sie etwa 2,7m breit, 2m hoch und 2m tief.

Sie kann die Wasserqualität durch eine thermische Behandlung (“Abkochen”) verbessern und brauch dazu natürlich möglichst lange Sonne. Wie das abläuft zeigen wir hier (und im Bereich Dokumente).


Den schrägen Abschnitt rechts nennen wir “Absorber”. Er nimmt die Sonnenstrahlung auf. Die Kanister oben links sind der “Zulauf (-behälter)” für das unbehandelte und der “Auffang (-behälter)” für das behandelte Wasser. Die senkrechten Bretter sind für den Winkel und die Höhe der Anlage zuständig und nennen sich “Standfuß”.

Den Standfuß brauchen wir für die Erklärung nicht und kommt weg. Der Zulauf ist mit einem Schlauch (oder Rohr) mit dem Absorber verbunden. Oben in der Mitte, versteckt hinter dem Auffangbehälter ist das dick isolierte “Steigrohr”, aus dem später das Wasser kommt.

Zwei separate Kanister (o.ä.) braucht man um für die Befüllung des Zulaufs und die Entnahme aus dem Auffang nicht dasselbe Gefäß zu benutzen.


Als erstes wird der Zulaufbehälter mit dem zu reinigenden Wasser befüllt. Über den Schlauch füllt sich auch der Absorber bis zur selben Füllhöhe wie der Zulaufbehälter.

Wichtig ist hierbei, dass das Wasser schon sehr klar ist und nicht chemisch verunreinigt ist. Z.B. mit einem Stück Stoff kann man das Wasser vorfiltern.


Durch die Sonne wird das Wasser im Absorber erhitzt. Eine gute Isolierung (u.a. Doppelverglasung) ist sehr wichtig.

Ist das Wasser im Absorber heiß genug fängt es an zu kochen. Dadurch entsteht Wasserdampf in den Rohrschleifen, der sich ausdehnt (Bläschen). Das Wasser im Steigrohr und im oberen Bereich des Absorbers ist knapp unter 100°C und kocht also noch nicht. Durch den Dampf wird dieses Wasser herausgedrückt und in dem Auffangbehälter gesammelt.

Erreicht der Wasserdampf den Auffangbehälter, fließt Wasser vom Zulaufbehälter in den Absorber nach.

Das Wasser ist nun wieder etwas kühler und muss erhitzt werden. Das geht aber sehr schnell nachdem die Anlage morgens warm gelaufen ist. Jetzt wiederholen sich die letzten Schritte bis die Sonne nicht mehr stark genug ist.

Es sollte immer Wasser im Zulaufbehälter sein, da die Anlage ohne Wasser sehr heiß werden kann. Zum Stoppen der Anlage muss nur der Absorber abgedeckt werden.


Am Ende des Tages wurde alles Wasser im Auffangbehälter thermisch behandelt. Wenn die Sonne nicht stark genug ist um alles Wasser zu behandeln bleibt etwas mehr Wasser im Zulaufbehälter zurück. Das Wasser im Auffang hat aber auf jeden Fall hohe Temperaturen erfahren.

Das Wasser im Auffang ist auch schon soweit abgekühlt, dass man es in einen mobilen Behälter umfüllen kann. Je nach Bedarf kann man das Wasser am Abend oder auch tagsüber während des Betriebs abzapfen.

Das Wasser sollte möglichst innerhalb eines Tages verbraucht werden.

Abends oder am nächsten Morgen wird für den kommenden Tag entweder der Zulaufbehälter erneut befüllt, oder der Absorber abgedeckt um die Anlage “auszuschalten”.

Voilà!

(Fun-Fact: Durch die Wanderung der Sonne erkennt man, dass sich diese Anlage auf der Nordhalbkugel befindet. Südlich des Äquators muss die Anlage gedreht werden, sodass die Sonne auf der linken Seite der Anlage aufgeht.)