Am Wochenende des 17. & 18. Aprils hieß es für uns weg vom Schreibtisch und ran an die Stichsäge! Unser Ziel war es, an dem Wochenende zwei neue Anlagen auf unserem Testfeld an der Lichtwiese in Darmstadt zu errichten.

Die Planung

Schon zu Beginn des Jahres war uns allen klar, dass dieser Aufbau von der Corona-Pandemie geprägt sein würde. Ende März setzten sich unsere Themengruppen Anleitung, Konstruktion und Performance zusammen und begannen mit der Planung. Neben der Organisation des Einkaufs und der Planung des Ablaufes stand vor allem die Erarbeitung eines Hygienekonzeptes im Vordergrund, damit der Aufbau trotz der Pandemie stattfinden und dabei das Gesundheitsrisiko für alle Teilnehmer*innen minimiert werden konnte. 

Der Aufbau

Um 9:30 Uhr am Samstag war der Kickoff des Aufbaus. Vorher machten alle Teilnehmer*innen einen Corona-Schnelltest, wie es im Hygienekonzept vorgesehen war. Alle Tests waren negativ und das Bauen konnte beginnen. Die Gruppe wurde in fünf Teams eingeteilt, die an dem Wochenende auch so zusammenbleiben sollten, um die Anzahl an Kontakten zu reduzieren.

Nach der anfänglichen Findungsphase der Teams – viele Teilnehmer*innen hatten sich aufgrund der Pandemie bis dahin noch nie „in echt“ gesehen – ging es produktiv los. Bis zum gemeinsamen Mittagessen waren die Rohrbiegevorrichtung und das Werkzeug zum Blechbiegen von Team 1 & 2 fertiggestellt , das Holz für Team 3  zugeschnitten und Team 4 hatte die erste Schicht des Stahlstandfußes lackiert. Gegen Abend waren die Rohre fertig gebogen, ein Großteil der Bleche für die Absorber mit Sicken versehen, die zwei Holzkästen zusammengebaut und das Stahlrack fertig lackiert.

Am Sonntag ging es um 10 Uhr motiviert weiter. Auch am zweiten Tag haben sich alle getestet – sicher ist sicher. Nachdem die restlichen Bleche fertig gebogen waren, konnte mit dem Zusammenbau der Absorber begonnen werden. Die Bleche wurden mit den Rohren verbunden und schwarz lackiert, währenddessen wurden die Holzkästen mit Mineralwolle ausgelegt. Im Anschluss mussten die Holzkästen nur noch in die Gestelle integriert, die Absorber eingelegt, die Glasscheiben vorsichtig aufgelegt und alles wasserdicht gemacht werden. Gegen 18 Uhr waren wir fertig und das Ergebnis kann sich definitiv sehen lassen!

Das Ergebnis

Ziel ist es, mit den neuen Anlagen konstruktive Änderungen zu evaluieren. Hierfür sind im Sommer Testreihen geplant, die die Auswirkungen unterschiedlicher Dämmstoffe, anderer Rohrbiegungen, etc. quantifizieren sollen. Es ist also wichtig, dass beide Absorberkästen identisch sind. Dies ist nun bei DE02 & DE03 der Fall. Das Rack von DE02 wurde aus Metall geschweißt, da unsere Anlagen in Tansania auf Stahlracks stehen und diese Variante auch in der Anleitung abgebildet werden soll. Im Sommer werden beide Anlagen über eine zentrale Wasserversorgung „betankt“, sodass der Testbetrieb auch ohne uns vor Ort stattfinden kann. Unser MONA-System wird die Daten aufnehmen und per Mobilfunk an unser Team schicken.

So wichtig der Aufbau für den Forschungsbetrieb im Sommer war, er hat uns vor allem gezeigt, dass unser Team auch während der Pandemie produktiv weiterarbeitet.

Wir sind gespannt auf die Einweihung beider Anlagen in den nächsten Wochen und sehnen uns nach dem nächsten Gruppenevent im „real life“!